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„Auch traditionelle Unternehmen profitieren vom E-Business.“

Herr Kasten, findet die digitale Transformation bei Medienunternehmen noch statt oder ist das Thema weitgehend abgeschlossen?
JK: Keineswegs, die digitale Transformation ist bei vielen Medienunternehmen in vollem Gange und wird auch in Zukunft nicht abgeschlossen sein, da sich Anforderungen beständig verändern. Besonders für klassische Zeitschriften- und Magazin-Verlage ist die digitale Transformation auf mehreren Ebenen von essentieller Bedeutung, um in der Medienlandschaft weiterhin Bestand zu haben.

Was genau bedeutet der Begriff denn für diese Unternehmen? 
JK: Die digitale Transformation eines Zeitungsverlages etwa schließt zahlreiche Aspekte ein – vom eingesetzten Redaktionssystem, das die Veröffentlichung von Inhalten auf digitalen Kanälen genauso selbstverständlich unterstützen sollte wie den klassischen Print-Channel, bis zum Einsatz innovativer Lösungen, um höhere Einnahmen mit digitalen Inhalten zu erwirtschaften. ppi Media als Tochterunternehmen der Eversfrank Gruppe unterstützt seine internationalen Kunden auf sämtlichen Ebenen mit entsprechenden Produkten.

Ist die digitale Transformation also gleichbedeutend mit dem Niedergang des Gedruckten? 
JK: Ganz im Gegenteil, neue digitale Geschäftsmodelle und Technologien können den Absatz von Druckprodukten fördern und umgekehrt – und das nicht nur bei Verlagen und Medienunternehmen. Auch traditionelle Druckunternehmen profitieren vom E-Business, dem Web und neuen digitalen Technologien, wie man am Beispiel von Eversfrank sieht. Druckdienstleistungen wie die so genannten „Drookies®", also gedruckte personalisierte Produktempfehlungen für Warenkorbabbrecher im Web, oder individualisierte und lokalisierte Magazin-Cover sind innovative Service-Angebote, die das Druckgeschäft fördern.

Was sind die kommenden Schritte und Herausforderungen für Medienunternehmen und KMUs, wenn es um die digitale Transformation geht?
JK: In erster Linie sollten Unternehmen fokussiert Lösungen erarbeiten, die den Anwender in den Mittelpunkt stellen und einen Mehrwert bieten. Durch Prototyping und Customer Validation müssen dabei entstehende, neue Ideen dauerhaft überprüft werden. Die wertvollsten Ansätze lassen sich dann als Minimum Viable Product (MVP) umsetzen. Zunächst ist es jedoch wichtig, in den Häusern ein innovatives Umfeld zu schaffen. Um die beschriebenen Schritte effizient durchzuführen, ist zudem Kompetenz bezüglich der sogenannten „Design Thinking"-Methode erforderlich. Die Unternehmen der Eversfrank Media setzen diese Schritte im Übrigen bereits um.